Bielefeld gibt es doch!

Jedes zweite Wochenende hole ich ja meine Tochter mit der Bahn aus Bielefeld ab, damit sie das Wochenende bei mir in Hannover verbringen kann. Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen, einmal mit dem Fahrrad von Hannover nach Bielefeld zu fahren, um meine Tochter nach der Schule abzuholen und mit der Bahn zurück nach Hannover zu nehmen.

Ende August nahm der Plan dann auch langsam Gestalt an. Erster Gedanke war die 107 km nach Bielefeld in zwei Ettapen zu fahren und eine Nacht zu zelten, da ich meine Tochter ja auch mittags schon um 14 Uhr in Bielefeld abholen wollte. Ein Zeltplatz in Porta Westfalica war auch schnell über 1nitetent gefunden und reserviert.

Als der Termin nun näher rückte, verschlechterte sich allerdings die Wetterprognose für den Donnerstag, an dem ich losfahren wollte, zudem war ich gerade anderweitig ziemlich eingebunden. Und so entschloss ich mich die 107 km an einem Stück am Freitag mit wenig Gepäck zu fahren – ich war noch nie mehr als 90 km an einem Tag gefahren und das war jetzt mal eine neue Herausforderung.

Am Donnerstag fing ich an die nötigsten Sachen in meine Rahmentasche und Oberrohrtasche meines Gravelbike zu packen: Ersatzschlauch, Multitool, Luftpumpe, Reifenheber, Erste-Hilfe-Set, Fahrradschloss, Powerbank und Ladekabel, Energieriegel und wenige weitere Sachen. Noch schnell Kette geschmiert und Reifendruck kontrolliert – schon war das Rad bereit für den nächsten Tag.

Freitags um halb vier morgens ging dann der Wecker. Nach einer Meditation und Frühstück mit Kaffee und Haferporridge mit Sojamilch und Banane ging es so langsam um kurz nach fünf in der Dunkelheit raus aus Hannover.

Sonnenaufgang nach 20 km

Es war schön nach 20 km am Deister sich noch einmal umzudrehen und die Sonne an diesem klaren Himmel an dem morgen aufgehen zu sehen. Die Fahrt ging über Stadthagen, Bückeburg, Porta Westfalica, Bad Oeynhausen und Herford nach Bielefeld. Im Fall der Fälle hätte ich auch in diesen Städten auch frühzeitig den Zug nach Bielefeld nehmen können.

Besonders vor Porta Westfalica war die Motivation etwas im Keller, aber dort angekommen, wurde ich mit der Aussicht auf das Kaiser-Wilhelm-Denkmal belohnt. Dazu motivierte mich es jetzt nur noch etwas mehr als vierzig Kilometer waren und Bad Oeynhausen nur noch 12 km weit war und das war für mich schon nah an Bielefeld.

Ich habe mich dann immer weitergehangelt von Porta Westfalica über Bad Oeynhausen und Herford nach Bielefeld mit dem höchsten Anstieg aber auch belohnt mit der längsten Abfahrt kurz vor Herford.

Abstieg nach Herford

Mittags so gegen eins kam ich in Bielefeld an, ich war ziemlich fertig. Meine Wasservoräte waren fast zu Ende, 1,7 Liter waren zu wenig, ich hatte auch schon Kopfschmerzen. Die letzten Kilometer vom Ortseingang bis zum Zentrum waren sehr unangenehm. Doch ich war froh, als ich schließlich um halb zwei mittags bei meiner Tochter war.

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